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Wie viel Glitzer erlaubst du dir in deinem Leben?

Glitzer? Ich bin doch keine Dancing-Queen!

Jetzt denkst du vielleicht, wie Glitzer? Ich bin doch keine Dancing-Queen oder eine High-Heel-Tussi. Und vielleicht bist du bei der Frage, ein bisschen empört. Aber jetzt mal ehrlich, ganz ohne Empörung, wie viel Glitzer erlaubst du dir selber? Du kannst es auch mit Freude und Leichtigkeit übersetzen, wenn das besser passt. Für mich ist Glitzer strahlend und leicht. Glitzer schwebt durch die Luft und auch wenn ich schon tausendmal gewischt oder gesaugt habe, ein bisschen Glitzer ist immer noch da. Glitzer ist nicht leicht zu eliminieren. Glitzer ist einfach da und haftet an. Und wenn du Glitzer trägst, infizierst du in der Regel auch Menschen rund um dich herum. Ist das nicht toll? Du schüttelst dich ein bisschen und schwupps, glitzert Alles und Jeder um dich herum. 

 

Meine Glitzermomente an die ich mich gerne erinnere, sind beispielsweise meine Hochzeit, der Tag an dem meine große Nichte das Licht der Welt erblickt hat, der Tag meiner Kündigung bei der Sparkasse, der Abschluss meiner Yogalehrerausbildung und tatsächlich jede einzelne Yogastunde, die ich anleite. Wenn ich im Sonnenschein mit dem Rad durch die Gegend fahre glitzert es auch wie verrückt. Oder beim Stand-up-paddeln in der Natur. Wenn meine Katze sich auf meinem Schoß zusammen rollt und schnurrt. Im Frühling, wenn die Sonne ihre Kraft zurückgewinnt und mein Gesicht leuchten lässt. Im Grunde gibt es sehr viele schöne Glitzermomente in meinem Leben. 

 

Es gibt für mich große aber auch sehr viele kleine Momente, die glitzern und funkeln. Ein paar Jahre habe ich diese Momente jedoch nicht wahrgenommen. Ich habe ihnen keinen Raum gegeben. Um ehrlich zu sein, ich bin unachtsam durch mein Leben gerannt. Ich wollte Karriere machen und war sehr enttäuscht, weil es nicht so gelaufen ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Heute sage ich dem Universum dafür aus dem Herzen Dankeschön. Und mein glitzerndes und funkelndes Herz ist dankbar, für jede Chance in meinem Leben, die mich mein eigenes Wesen erkennen lässt. Doch das gelingt nur, wenn du lernst innezuhalten. Zwischendurch stehen bleiben, atmen und lauschen. Lernen deiner ganz eigenen Intuition zu vertrauen. Zu wissen, dass das Universum es immer gut mit dir meint und dich trägt. 

 

Ist das Leben jeden Tag ein großes Fest? Nein. Weil es immer Hell und Dunkel gibt. Weil das eine nicht ohne das andere existieren kann. Und wenn an jedem Tag der Glitzer durch dein Leben fliegt, ist es nichts Besonderes mehr. Dann ist es Normalität und stumpft ab.

 

Was hälst du davon, wenn du jeden Abend nutzt um dich in Dankbarkeit zu üben und zu schauen, wo ein bisschen Glitzer an diesem Tag durch dein Leben gefunkelt ist? Konzentriere dich auf die guten Dinge an jedem Abend vorm Einschlafen. Schreibe dir diese Momente auf. Halte sie in einem Heft fest. Und wenn der Tag so gar nicht dein Freund war, dann blättere in diesen Erinnerungen und lasse sie wieder aufleben. Jeder von uns trägt diese schönen Momente und Leichtigkeit im Herzen bei sich. An jedem verdammten Tag, trägst du sie in dir. Und es liegt an dir, ihnen Raum zu geben und sie zu sehen oder sie aus deinem Leben zu verdammen. 

 

Du bestimmst den Klang deiner Lebenssymphonie. Vertraue dir und deiner Intuition. 

 

Namasté, deine Claudia